VfB Stuttgart: Zagadou äußert nach Spiel gegen Bayer Leverkusen bösen Verdacht

Der VfB Stuttgart brachte Bayer Leverkusen an den Rand einer Niederlage.

Bayer Leverkusen ist durch den späten 2:2-Treffer gegen den VfB Stuttgart erneut denkbar knapp einer Niederlage entgangen. Damit hat die historische Ungeschlagen-Serie der Leverkusener weiterhin Bestand: Seit 46 Pflichtspielen hat der neue deutsche Meister nicht mehr verloren. Nie zuvor schaffte das ein Team aus den europäischen Top-Fünf-Ligen.

Auf Seiten von Leverkusen war die Freude über das Tor von DFB-Star Robert Andrich in der sechsten Minute der Nachspielzeit deshalb riesig. Beim Gegner aus Stuttgart herrschte am Samstagabend wiederum Fassungslosigkeit: Nach Abpfiff beschwerten sich die Schwaben vor allem über die strittige Entstehung des Treffers.

Robert Andrich erzielte für Bayer Leverkusen den späten Ausgleich gegen Stuttgart.

Dem 2:2 von Leverkusen war ein Freistoß von Florian Wirtz vorangegangen. Stürmer Victor Boniface hatte seinen Stuttgarter Gegenspieler Anthony Rouault zur Seite geschoben, dann prallte der Ball an den Arm von Piero Hincapie – und fiel Andrich im Getümmel im Strafraum vor die Füße.

"Für mich muss das Tor aberkannt werden. Aber zumindest muss es sich angeguckt werden", sagte Trainer Sebastian Hoeneß bei Sky. Über Schiedsrichter Felix Zwayer, der darauf verzichtet hatte, das Tor mithilfe der Videobilder zu checken, urteilte der VfB-Coach: "Ich bin nicht einverstanden mit dem zweiten Tor, ich bin nicht einverstanden mit der Schiedsrichter-Leistung. Es kann nicht sein, dass er das bei einem so wichtigen Tor nicht noch mal checkt."

Auch auf Seiten der Stuttgarter Spieler war der Frust groß. So rief Nationalspieler Deniz Undav auf dem Weg in die Kabine höhnisch: "Super Schiri, bester Schiri."

Undavs verletzter Teamkollege Dan-Axel Zagadou, der das Drama vor dem Fernseher verfolgen musste, ließ seinem Ärger nach der Partie in seiner Story bei Instagram freien Lauf.

VfB Stuttgart: Zagadou wütet wegen strittigem Leverkusen-Tor

Denn für Zagadou, der wegen eines Kreuzbandrisses für den Rest der Saison ausfällt, ist die Situation eindeutig: Das Tor war irregulär. Zu einem Foto vom Abklatschen der Spieler nach der Partie, auf dem im Vordergrund das Schiedsrichtergespann zu sehen ist, schrieb der Verteidiger darum wütend: "Das ist genau das, was sie wollten! Eine verdammte Schande!" Angehängt waren eine Reihe zorniger Emojis.

Dan-Axel Zagadou hat sich bei Instagram über das Tor von Leverkusen aufgeregt.

Ein Slow-Motion-Video von dem Tor versah Zagadou in seiner Story zudem mit einigen Clown-Emojis und schrieb dazu auf Französisch: "Zum VAR ist bereits alles gesagt worden."

Auch VfB-Sportdirektor Fabian Wohlgemuth stimmte in die Empörung der Mannschaft ein. "Man muss darüber nachdenken, wozu der VAR da ist. Wenn es in diesem Spiel diese strittige Szene gibt, muss man sie zumindest anschauen", urteilte er.